Jährlich 25.000 Tonnen Kohlendioxid gespart und die regionale Wertschöpfung erhöht

Eine der neuen Solaranlagen, die im Jahr 2009 errichtet wurden, ist das Bürgersonnenkraftwerk auf dem Dach der Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain. Die rund 300 Quadratmeter große Anlage mit einer Leistung von 37.000 Watt produziert Sonnenstrom für etwa zwölf Familien und spart damit jährlich 27 Tonnen des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid. (Foto: Landkreis)
Menschen im Landkreis Marburg-Biedenkopf nutzen immer mehr die Kraft der Sonne
Marburg-Biedenkopf – Durch den Bau von rund 770 neuen Solarstrom- und Solarwärmeanlagen im Landkreis Marburg-Biedenkopf im vergangenen Jahr sparen die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis jetzt 25.000 Tonnen des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2). „Das ist eine beeindruckende Zahl durch die wir unserem Ziel, bis zum Jahr 2040 nur noch regional erzeugte und vor allem klimafreundliche Energie im Landkreis zu nutzen, ein Stück näher gekommen sind“, teilte Landrat Robert Fischbach mit.
Ein wesentlicher Faktor dieser positiven Entwicklung ist die Online-Dachbörse, die der Landkreis gemeinsam mit dem Verein Sonneninitiative e.V. im vergangenen Jahr ins Leben gerufen hat. „Fast alle Dächer von zum Beispiel Schulen, Sporthallen oder Verwaltungsgebäuden, die der Landkreis Investoren für die Produktion von Sonnenstrom zur Verfügung gestellt, sind bereits vergeben und erzeugen Strom“, sagte der Landrat.
Nach den vorläufigen Zahlen der Bundesnetzagentur und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gehörte der Landkreis Marburg-Biedenkopf auch in 2009 wieder zu den Spitzenreitern in Sachen Solarenergie. Im Bereich der Photovoltaik, also der Stromgewinnung aus Sonnenenergie, wurden demnach rund 420 neue Anlagen verzeichnet. Damit werden jetzt nach Berechnungen des Vereins Sonneninitiative e.V. im Landkreis Marburg-Biedenkopf jährlich 20.000.000 Kilowattstunden (kWh) Sonnenstrom geerntet. „Damit können rund 5.000 Privathaushalte klimafreundlich mit Strom versorgt werden“, betonte Landrat Fischbach. Zudem würden durch diesen Zuwachs jetzt jedes Jahr 17.000 Tonnen CO2 eingespart.
Im Bereich der Solarthermie, also der Nutzung der Sonnenenergie zur Warmwassergewinnung und Heizungsunterstützung, hat die Sonneninitiative rund 350 neue Anlagen ermittelt, die im Jahr 2009 in der heimischen Region gebaut wurden. Der Bestand ist damit um zehn Prozent auf 3850 Anlagen gestiegen. „Durch die Wärme der Sonne sparen die Menschen im Landkreis jetzt jedes Jahr 1,6 Millionen Liter Heizöl und 8.000 Tonnen Kohlendioxid – das sind beeindruckende Zahlen“, stellte Landrat Fischbach fest.
Auch ein weiterer Aspekt des Kampagne „RegioEnergie“, die regionale Wertschöpfung, wird durch diese positive Entwicklung begünstigt. Allein durch die Einsparung von 1,6 Millionen Litern Heizöl konnten rund 1,1 Millionen Euro in der Region gehalten werden. Auch die heimische Wirtschaft profitierte von dieser Entwicklung: Durch den Bau der Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen konnten die Unternehmen in der Region einen Umsatz von rund 8,5 Millionen Euro erzielen.



[...] Jährlich 25.000 Tonnen Kohlendioxid gespart und die regionale … [...]